Geschichte des Corps Suevo-Guestphalia und des Grünen Kartells

Seit ihrer Gründung im Jahre 1877 hatte Suevo-Guestphalia insgesamt weit über 1000 Mitglieder; heute sind es 200. Sie kommen aus allen Regionen Deutschlands und aus dem Ausland. Fast alle Fakultäten sind vertreten. Heute stammen die Mitglieder zu etwa gleichen Teilen von der Universität und der Technischen Hochschule, aber auch von der Hochschule der Bundeswehr und von Fachhochschulen. Viele bekannte Männer aus Wirtschaft, Technik und Wissenschaft waren und sind Mitglieder des Corps. Dazu gehören Professor Dr. Claude Dornier, der Gründer des bekannten Luftfahrtunternehmens, Professor Robert von Ostertag, ein international bekannter Wegbereiter der Tiermedizin, Dr. Erich Plassmann, Vorstandsmitglied der Dyckerhoff AG und Ehrensenator der TH Stuttgart und auch heute viele andere leitende Persönlichkeiten in Unternehmen, Freien Berufen, in der staatlichen Verwaltung und Verbänden.

  • 10. Dezember 1877

    Das Corps Suevo-Guestphalia entstand im wesentlichen aus 2 Stammcorps, der 1877 an der Tierarzneischule Stuttgart gegründeten Suevia...

  • 1883

    ... und der 1883 in München gegründeten Guestphalia. Guestphalia war zunächst an der Universität München zugelassen.

  • 1905

    1905 trat Guestphalia dem Weinheimer Senioren-Convent (WSC), dem Verband der Corps an den Technischen Hochschulen, bei und wurde an der Technischen Hochschule zugelassen. Guestphalia wurde damit das erste Weinheimer Corps in München.

  • 1930er Jahre

    Nach dem ersten Weltkrieg entwickelten sich beide Corps sehr erfolgreich und erlebten einen starken Zustrom junger Studenten. Die Aufwärtsentwicklung wurde jedoch durch das nationalsozialistische System unterbrochen. Nach zunehmenden Konflikten wurden die studentischen Korporationen, und zwar zuerst die Corps, verboten. 1935 löste sich der WSC auf. 1936 wurden auch Suevo-Salingia und Guestphalia, ebenso wie die anderen Münchner Corps, aufgelöst und in nationalsozialistisch bestimmte Kameradschaften überführt.

  • 1949

    Schon kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurden beide Corps im Jahre 1949 wieder eröffnet.

  • 1963

    1963 schlossen sie sich zum Corps Suevo-Guestphalia zusammen. Es übernahm die traditionell von beiden Stammcorps geführten Farben schwarz-weiss-grün, die auch eine besondere landsmannschaftliche Verbindung zu Westfalen zum Ausdruck bringen. Ein neues, modernes Corpshaus wurde in Schwabing in der Ungererstraße 33 errichtet. Es dient seitdem allen alten und jungen Corpsbrüdern als ihr Münchner Heim.

  • 2017

    Auch in Zukunft wird sich das Corps Suevo-Guestphalia im Sinne ihres alten Wahlspruchs "Unus pro Omnibus, omnes pro uno" für die Erhaltung und Fortführung ihrer Lebensgemeinschaft, für die persönliche und berufliche Entwicklung ihrer Corpsbrüder, für die Weiterentwicklung ihrer Grundsätze und Traditionen und für die Bewältigung aller Herausforderungen der modernen, globalisierten Hochschul- und Berufswelt einsetzen.