Corps

Informative Artikel über Studentenverbindungen, hauptsächlich Corps. Für weitere Informationen am Besten googlen oder auf Wikipedia nachschlagen.

Studentenverbindungen: Freunde fürs Leben

ein Artikel von D.Konrad - erschienen im Oktober 2011 auf http://www.ruv.de/

Wir haben recherchiert, was Erstsemester über das Thema wissen sollten. Eine Bewertung erfolgt in diesem Artikel nicht; es handelt sich um neutrale Informationen.

Eine Studentenverbindung oder auch Studentenkorporation ist ein Verband aus Studenten und ehemaligen Studenten einer Universität oder Hochschule. Grundsätzlich richten sich die Verbindungen nach dem Conventsprinzip und dem Lebensbundprinzip. Das Conventsprinzip gesteht allen berechtigten Mitgliedern in einer Versammlung gleiches Stimmrecht zu. Das Lebensbundprinzip beruht auf einer lebenslangen Verbindung, die man als Mitglied einer Studentenverbindung eingeht. Der Lebensbund beginnt mit einer Zeremonie oder dem Eintritt in die Organisation und gilt oft bis zum Lebensende.

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Es ist natürlich etwas anderes, wenn man weiß, der Andere war auch aktiv

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 26. März 2000:

"Was haben Karl Marx und Manfred Kanther gemeinsam? Nicht viel mehr als die Anfangsbuchstaben ihrer Namen, sollte man meinen. Oder Rezzo Schlauch, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, und der Bundesvorsitzende der Republikaner, Rolf Schlierer? Alle vier waren oder sind noch bei schlagenden Verbindungen aktiv. Damit allerdings hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf: Denn auch wenn Schlauch und Schlierer Mitglieder von Burschenschaften, Kanther und Marx Corpsstudenten sind oder waren, so unterscheiden sich die einzelnen Korporationen doch erheblich voneinander. Während die eine Burschenschaft keine Ausländer und Zivildienstleistenden in ihren Reihen duldet, nimmt eine andere "Burschenschaft" problemlos Frauen auf.

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"Corps - Schule für das Leben"

von Hanns-Eberhard Schleyer

Die ersten Begegnungen mit Verbindungsstudenten reichen in meine Gymnasialzeit zurück. Mein Vater war selbst Heidelberger Schwabe und kümmerte sich mit besonderem Engagement um seine jüngeren Corpsbrüder. Dies führte zu zahlreichen Besuchen von Aktiven und Inaktiven in meinem Stuttgarter Elternhaus, zu Gesprächen und Erfahrungen, die meinen eigenen Weg nach Heidelberg entscheidend vorzeichneten. War es zunächst die selbstbewusste Fröhlichkeit, so war es später das leidenschaftlich diskutierte Umfeld einer jungen Studentengeneration, das mich zunehmend mehr interessierte. Und es waren die Besuche auf dem Corpshaus, dessen Atmosphäre einen besonderen Eindruck auf mich machte und dessen Intimität den unverzichtbaren Rahmen für den Dialog zwischen den Generationen und den unterschiedlichsten Fachdisziplinen bot.

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Das ganze Leben besteht aus Netzwerken!

Das Bilden von kollektiven Zusammenschlüssen mit dem Zweck der größeren Einflußnahme, zum Beispiel in der Schule, im Studium oder im Berufsleben, ist in unserer vielseitigen Gesellschaft alltäglich und völlig legitim. Der einzelne Mensch versucht durch Bildung von Interessengruppen seinen Nutzen zu erhöhen, und entzieht sich so der individuellen Ohnmacht.

Der Aufbau eines Netzwerkes ist dementsprechend nützlich und in der modernen Gesellschaft empfehlenswert. Die Corps bieten ein zuverlässiges Netzwerk, welches sich bereits seit Jahrhunderten bewährt hat. In diesem Netzwerk finden ihre Mitglieder gegenseitige Unterstützung, Austausch von Informationen, persönlichen Rat und Hilfe.

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